top of page
geoeconomic forum-01.png

Der Tröll im Standard-Interview

Autorenbild: Torsten Veblen
Torsten Veblen
23. Juli
3 Min. Lesezeit

Pröll der Dritte, seines Zeichens Staatssekretär gibt dem Standard ein Interviews und tut dort seine Vision eines Internets des 21. Jahrhunderts kund: Social Media, Chatbots...und am Schlimmsten, keiner redet mehr mit Politikern!



Was hat uns der gute Herr also zu sagen? Gerade geht es in die Zielgerade zum Social Media Verbot für unter 14-Jährige. Nun bin ich heute ja 41 und denke sentimental an meine Adoleszenz zurück und bin verwundert über die Blödheit von Politikern damals, die offenbar einfach das Internet/Fernsehprogramme (ich glaube, Big Brother und andere Realityformate waren's damals) nicht kapiert haben und ständig über Verbote schwadronierten.


Besonders pikant an dieser Sache: vor 6 Jahren waren es genau diese Leute, die Kinder kompromisslos hinter die Bildschirme verbannten (Pröll war hautnah dabei im Kabinett des Bundeskanzlers) und ihre ganze Aktivität in den digitalen Raum verbannten. Jede Kritik daran und an den möglichen Folgen - mental und sozial - wurde abgeschmettert und als Idiotie rechter Schwurbler abgetan. Heute sitzen genau diese Leute da und erklären uns, wie sie die Kinder vor den Untiefen der sozialen Netzwerke zu retten gedenken - mit primitiven Verboten einer Technologie, die sie selbst nicht kapieren.


Lieber Herr Pröll, die meisten Bürger dieses Landes wissen es umgekehrt sehr zu schätzen, wenn Sie so viel wie möglich Ihrer Zeit auf Instagram verplempern anstatt inkompetent und paternalistisch im Leben der Menschen herumzufuhrwerken.
Lieber Herr Pröll, die meisten Bürger dieses Landes wissen es umgekehrt sehr zu schätzen, wenn Sie so viel wie möglich Ihrer Zeit auf Instagram verplempern anstatt inkompetent und paternalistisch im Leben der Menschen herumzufuhrwerken.
Nun ja, es gibt ja Leute, die würden behaupten, damit kommen Chatbots modernem Politikergesabbel schon ziemlich nahe. Und ein Chatbot einmal eingerichtet ist auch relativ günstig in der Unterhaltung. Wieviel kostet uns so ein Pröll-Bot im Durchschnitt?
Nun ja, es gibt ja Leute, die würden behaupten, damit kommen Chatbots modernem Politikergesabbel schon ziemlich nahe. Und ein Chatbot einmal eingerichtet ist auch relativ günstig in der Unterhaltung. Wieviel kostet uns so ein Pröll-Bot im Durchschnitt?

Nein, natürlich nicht. In altbewährter Salamitaktik werden das bestimmt nachfolgende Regierungen beschließen. Der Frosch soll ja nicht merken, wie er gekocht wird.
Nein, natürlich nicht. In altbewährter Salamitaktik werden das bestimmt nachfolgende Regierungen beschließen. Der Frosch soll ja nicht merken, wie er gekocht wird.
Ein Satz, der natürlich die ganze Ahnungslosigkeit des Herrn Staatssekretärs über das Internet offenbart. Man verbietet natürlich nicht den Whiskey für den 12-Jährigen. Stattdessen verbietet man allen unter 14 den Zugang zur Shopping Mall, die sich für viele junge Menschen längst zu einem sozialen Treffpunkt entwickelt hat. Obendrauf noch den öffentlichen Park, weil man dort ja womöglich einen Joint angeboten kriegt. Der Herr Pröll meint wohl, dass die meisten Kinder so eine spießige Jugend erfahren haben wie der ÖVP-Nachwuchs und nicht genug Grips in der Birne haben, sich ein Ausweichverhalten auszudenken - nur mal so Food for thought: als die nicht minder verzopfte Elite Nepals gemeint hat, es wäre eine gute Idee, Social Media (oder was auch immer die dafür hielten) abzudrehen, haben die sich einfach auf Discord verabredet und Revolution gemacht. Da fiel ja auch das eine oder andere "Nepo-Kids" (also die Protektionskinder der nepalesischen Prölls) aus dem Fenster. "Witzig" ist natürlich auch der Hinweis auf die Ukraine, die wir hier ja auf diesem Blog sehr detailliert behandeln: wer weiß, wie es ist, wenn jemand von der Drohne in die Luft gesprengt wird, wird wohl weniger geneigt sein einen Krieg zu beginnen. Hätte der aktuelle "Kriegs"minister der USA weniger von der US-Armee gesponserte Hollywood-Filme, die den Krieg glorifizieren, gesehen und mehr Reels aus der Ukraine, wäre er wohl um ein Vielfaches weniger geil darauf, Menschen auf venezolanischen und iranischen Fischerbooten in die Luft zu sprengen - und uns viele Machosprüche erspart geblieben.
Ein Satz, der natürlich die ganze Ahnungslosigkeit des Herrn Staatssekretärs über das Internet offenbart. Man verbietet natürlich nicht den Whiskey für den 12-Jährigen. Stattdessen verbietet man allen unter 14 den Zugang zur Shopping Mall, die sich für viele junge Menschen längst zu einem sozialen Treffpunkt entwickelt hat. Obendrauf noch den öffentlichen Park, weil man dort ja womöglich einen Joint angeboten kriegt. Der Herr Pröll meint wohl, dass die meisten Kinder so eine spießige Jugend erfahren haben wie der ÖVP-Nachwuchs und nicht genug Grips in der Birne haben, sich ein Ausweichverhalten auszudenken - nur mal so Food for thought: als die nicht minder verzopfte Elite Nepals gemeint hat, es wäre eine gute Idee, Social Media (oder was auch immer die dafür hielten) abzudrehen, haben die sich einfach auf Discord verabredet und Revolution gemacht. Da fiel ja auch das eine oder andere "Nepo-Kids" (also die Protektionskinder der nepalesischen Prölls) aus dem Fenster. "Witzig" ist natürlich auch der Hinweis auf die Ukraine, die wir hier ja auf diesem Blog sehr detailliert behandeln: wer weiß, wie es ist, wenn jemand von der Drohne in die Luft gesprengt wird, wird wohl weniger geneigt sein einen Krieg zu beginnen. Hätte der aktuelle "Kriegs"minister der USA weniger von der US-Armee gesponserte Hollywood-Filme, die den Krieg glorifizieren, gesehen und mehr Reels aus der Ukraine, wäre er wohl um ein Vielfaches weniger geil darauf, Menschen auf venezolanischen und iranischen Fischerbooten in die Luft zu sprengen - und uns viele Machosprüche erspart geblieben.


Ach, langsam nähern wir uns des Pudels Kern: endlich lernen die Kinder, warum es normal ist, die dritte Generation Pröll in staatstragenden Positionen ertragen zu müssen, deren einzige Lebensleistung es war, sich - protegiert von Daddy, Opa und Onkel - innerhalb der ÖVP nach oben zu schleimen.
Ach, langsam nähern wir uns des Pudels Kern: endlich lernen die Kinder, warum es normal ist, die dritte Generation Pröll in staatstragenden Positionen ertragen zu müssen, deren einzige Lebensleistung es war, sich - protegiert von Daddy, Opa und Onkel - innerhalb der ÖVP nach oben zu schleimen.
Stimmt, und dazu muss man endlich "Medienkompetenz" an der Schule lehren, damit die Kinder auch wissen, was die großartige ÖVP und ihre Nepo-Kids ihnen sagen möchte. Gut, von den Inhalten hat der Herr jetzt auch nicht so übermäßig viel Ahnung, wie er glaubt. Also ist es doch Parteiräson das Narrativ zu kontrollieren, wenn einem schon sonst alles um die Ohren fliegt.
Stimmt, und dazu muss man endlich "Medienkompetenz" an der Schule lehren, damit die Kinder auch wissen, was die großartige ÖVP und ihre Nepo-Kids ihnen sagen möchte. Gut, von den Inhalten hat der Herr jetzt auch nicht so übermäßig viel Ahnung, wie er glaubt. Also ist es doch Parteiräson das Narrativ zu kontrollieren, wenn einem schon sonst alles um die Ohren fliegt.
Ach, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Man hat sich mit der eigenen Politik, dem ständigen Herumfuhrwerken im Leben der Menschen, so disqualifiziert und so delegitimiert, dass man jetzt meint, mit Verboten, Medienförderung meint, die bösen Russentrolle und Rechtspopulisten auszusperren und dann fällt es uns Bürgern wie Schuppen von den Augen: die ÖVP und Nepo-Kid Pröll hat ja nur das beste für uns im Sinn, wir waren bisher nur zu blöd, es zu erkennen.
Ach, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Man hat sich mit der eigenen Politik, dem ständigen Herumfuhrwerken im Leben der Menschen, so disqualifiziert und so delegitimiert, dass man jetzt meint, mit Verboten, Medienförderung meint, die bösen Russentrolle und Rechtspopulisten auszusperren und dann fällt es uns Bürgern wie Schuppen von den Augen: die ÖVP und Nepo-Kid Pröll hat ja nur das beste für uns im Sinn, wir waren bisher nur zu blöd, es zu erkennen.

Kommentare


bottom of page